Wichtig: Beim Wechsel nicht übereilen. Ein Instrument in der neuen Stimmung leihen oder anspielen, bevor man kauft.
Bei uns im Betrieb ist die Nachfrage nach Überholungen auch gestiegen. Mit Wartezeiten von mehreren Monaten muss man rechnen.
Finger weg, wenn du es nicht gelernt hast. Zu viel abgefeilt und die Zunge ist ruiniert. Wenn sie zu tief ist, feilt man an der Spitze, wenn zu hoch, am Fuß. Aber jeder Strich verändert den Ton, und man kann nichts zurücknehmen.
Beim Koffer würd ich auf Hartschale achten, weil der Balg sonst Druck abkriegt. Gigbags nur mit stabiler Polsterung und wenn das Instrument nicht in der Tasche quetscht.
Der Knopfabstand ist bei Herstellern verschieden. Es gibt auch Bauer, die den Abstand individuell anpassen. Probier mehrere aus, bevor du kaufst. Und lass dir deine Haltung vom Lehrer anschauen, oft hilft schon eine andere Winkelstellung der Handgelenke.
Die Stimmplatten sind bei alten Instrumenten oft das Entscheidende. Wenn sie rostig sind, wird es teuer. Wenn der Balg getauscht werden muss, auch. Frag nach einem Gutachten oder lass einen Harmonikabauer drüberschauen, bevor du kaufst.
Nachträglich eingebaute Mikrofone gibt es, die werden meist im Inneren angebracht. Das macht aber ein Fachbetrieb, weil dafür oft Löcher oder Befestigungen nötig sind. Das Instrument sollte man dabei nicht beschädigen.
Moin zusammen, Andi_Oberpfalz, 22, Lehrling beim Harmonikabauer. Ich kann hier ab und zu erklären, wie was gebaut ist. Reparieren solltet ihr aber trotzdem nicht selbst, wenn ihr euch nicht sicher seid.
Bitte nichts hineinsprühen, kein Desinfektionsspray und schon gar kein Parfum. Das setzt sich an den Stimmzungen und im Leder ab. Auslüften, trocken lagern, dann sehen wir weiter.
Kann sein, Gerda, aber auch ein Loch im Balg oder undichte Ventile. Dichtheit prüft man, indem man das Instrument zuhält und zieht, hört man dann trotzdem Luft, ist irgendwo ein Leck. Ferndiagnose ist aber schwierig, bring es zum Betrieb.
Kleinere Bauformen gibt es, nicht nur für Kinder. Manche Bauer machen auch schmalere Diskantseiten und kürzere Bälge. Wichtig ist, dass das Kind das Instrument aufs Knie legen kann und die Tasten ohne Strecken erreicht. Probieren geht vor Studieren.
Ich würd bei dem Budget auf ein gebrauchtes Instrument von einem Betrieb gehen, das schon überholt wurde. Dann hast du gute Töne und meist ein Jahr Gewährleistung. Preise für Überholung hängen davon ab, wie viel zu tun ist.